Fotoreportage 12: Urlaub Seychellen

Sommer, Sonne, Strand und Meer, eine Fotoreportage über das Paradies der Seychellen von unserem Fotografen Christian Preinl.

Traumstrände zwischen gigantischen Granitfelsen, 32 Grad warmes türkisblaues Wasser, menschenleere weiße Sandstrände mit Palmen, vielen Menschen fällt genau das ein, wenn sie das Wort Seychellen hören. Ein Paradies zum entspannen. An diesem Gedanken ist wirklich nichts falsches dran, denn so ist es in Wirklichkeit, wie man es auf sämtlichen Postkartenmotiven sieht. Im Durchschnitt wird ein Strandabschnitt von ca. 20 Urlaubern besucht, man hat dort so gut wie seine Ruhe.

DC-Fotografie-0031Am 16. März war es dann endlich so weit, von Nürnberg ging es über Frankfurt und Abu Dhabi auf die 23-stündige Reise zu den Seychellen, die auf der Südhalbkugel östlich vor Afrika liegen. Topografisch gehört der Inselstaat im Indischen Ozean zu Afrika. Zuerst ging es für unseren Fotografen auf die Hauptinsel Mahé, wo er die ersten vier Tage zum Entspannen nutzte, doch hier war noch nicht klar, dass der vermeintliche Entspannungsurlaub noch richtig abenteuerlich wird. Am vorletzten Tag auf Mahé, war eine Inselrundfahrt mit dem Reiseguide Matina geplant, bei dem die schönsten Strände und Aussichten der Insel erkundet wurden.

Nach dem interessanten Ausflug, war es schon wieder so weit. Kofferpacken war angesagt. Mit Air Seychelles ging es zuerst nach Praslin, die die zweitgrößte Insel der Region ist. Von dort aus wartet die Fähre, die weiter zum Ziel nach La Digue fuhr. Die komplette Insel La Digue hat 2.000 Einwohner bei einer Fläche von 9,81 Quadratkilometer. Wie man an den Zahlen erkennen kann, ist die Insel nicht gerade groß, ist aber trotzdem die viertgrößte Insel der Seychellen. Autos gibt es hier so gut wie keine, denn das einzige gute Fortbewegungsmittel bleibt dort das Fahrrad.

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Auf der Insel La Digue gibt es wunderschöne Traumstrände, die schon bei vielen Kinofilmen als Drehorte verwendet wurden. Aber nicht nur Kinofilme, sondern auch Werbespots wie die Raffallo-Werbung wurden beispielsweise am Strand Anse Source d´Agent gedreht. Neben den typischen leeren Sandstränden gibt es jedoch auch anderes zu sehen, wie z.B die Vanille-Plantage auf dem Grundstück L’Union Estate, bei denen auch Kokos-Produkte, wie z.B Öle aus alter Tradition, die mit einer Rindermühle hergestellt werden. In dem Park gibt es auch alte, typische Holzhäuser, indenen die Einheimischen früher gelebt haben. Am Ende des Naturschutzgebietes wird man von einer großen Riesenschildkrötenfarm überrascht, bei der das Aussterben dieser Tiere verhindert werden soll. Die älteste Schildkröte dort ist unglaubliche 230 Jahre alt. Nicht nur im Gehege, sondern auch in freier Wildbahn findet man auf der Insel viele Schildkröten, die auch unserem Fotografen bei der Fahrt zum Strand Anse Gaulettes über den Weg gelaufen sind. Es ist ein interessanter Anblick, wenn man schon aus weiter Entfernung einen felsenartigen Gegenstand findet und sich dann herausstellt, dass eine Riesenschildkröte auf ihrem täglichen Wanderweg zu Fuß unterwegs ist.

DC-Fotografie-0068Am nächsten Tag standen wieder drei Strände auf dem Plan, Grand Anse, Petit Anse, Anse Coco, die unbedingt besucht werden müssen. Auf einer knapp einstündigen Fahrradfahrt erreicht man den Grand Anse, die erste von zwei Buchten. Hier merkt man wirklich, dass sich dort viele Touristen aufhalten und dort baden, wobei man nicht vergessen darf, dass bei den drei schönsten Stränden der Insel das Schwimmen verboten ist, da dort viel große und gefährliche Strömungen lauern. Nach knapp einer halben Stunde machte sich unser Fotograf auf den Weg zum Petit Anse, bei dem man 20 Minuten durch einen Dschungel aus Palmen und Felsen laufen musste, um vom Anblick der Natur überwältig zu werden. Der Pfad dorthin ist sehr schwierig, man muss sich meist seinen eigenen Weg durchs Gebüsch suchen. Nun stand fürs erste eine Pause an.  Hier am Petit Anse merkt man schon, dass man alleine ist. Weit und breit sind keine Touristen oder Einheimische, den ein km langen Strandabschnitt hat man ganz für sich alleine. Die meisten Urlauber machen sich nicht die Mühe den Strand zu besuchen, was jedoch ein Fehler ist, denn der Anblick ist Atemberaubend.

DC-Fotografie-0085Wenn man einmal am Petit Anse ist, packt einen der fotografische Gedanke, noch mehr zu erleben und zu sehen. Auf dem weiteren 40-minütigen Weg zum Anse Coco, der noch schwieriger zu erreichen ist als der Petit Anse, schaffte es unser Fotograf auch dorthin. Hier wurde fürs erste einmal drei Stunden lang entspannt, bevor es mit knapp 500 Bildern am Abend zurück zum Hotel ging.

Am vorletzten Tag des Urlaubs stand ein halbtägiger Schnorchelausflug mit Guide Nevis an. Mit zwei weiteren deutschen Urlaubern ging es zu zwei Inseln. Bei der ersten Insel konnte man im Korallenriff sehr viele Fischarten entdecken, sowie Haie die sich durchs Riff schlängelten. An diesem wunderbaren Ort blieb unser Fotograf für eine Stunde, bevor es mit dem Boot zu Coco Island ging. Hier waren die Wasserschildkröten im Riff beheimatet. Beim mehrmaligen Umrunden der kleinen Insel konnte man insgesamt drei Wasserschildkröten auffinden, die in einem wundervollen Riff ihr Zuhause hatten. Nach einer kurzen Erholung auf der Insel ging es wieder zurück nach La Digue.

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Leider ging es am Montag für unseren Fotografen wieder zurück nach Deutschland. Mit der Fähre ging es nach Praslin, von dort aus mit dem Flugzeug über Mahe und Abu Dhabi nach Frankfurt. Kaum im kalten Deutschland angekommen, herrschte hier das völlige Chaos mit einer Unwetterwarnung. Die 14 Tage auf den Seychellen gingen viel zu schnell zu Ende, der Trip war eher sportlich und abenteuerlich als entspannend, denn als Fotograf möchte man natürlich viel sehen. Eine  Weisheit auf den Seychellen sagt „Wer ein Stück Bananenbrot isst, der kommt wieder“ und weil unser Fotograf dies gemacht hat, ist ein Wiedersehen sicher.