Fotoreportage 14: Moskau

Historisch, Künstlerisch und Prachtvoll, eine Fotoreportage von der Hauptstadt Russlands.

Mit rund 300 Kirchen und einer Bevölkerungszahl von 15,1 Millionen Einwohnern zählt Moskau zur größten Agglomeration Europas. Die Stadt ist vor allem bekannt für die vielen Theater, Kathedralen, Museen und Galerien, weswegen sie auch seit dem 16. Jahrhundert als „drittes Rom“ bezeichnet wird.

DC-Fotografie-0150Für unseren Fotografen Christian Preinl startete die Reise bereits am 23 August. Von Nürnberg ging es über Stuttgart und Kopenhagen nach Moskau, der Hauptstadt der russischen Förderration. Nach Insgesamt 10 Stunden Reise ging es am ersten Abend gleich ins Zentrum der Stadt. Das Hauptziel war natürlich der Kreml, der seit 1990 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Entlang des Kremls lassen sich schon die ersten Sehenswürdigkeiten erblicken, wie z.B das Auferstehungstor, der Rote Platz und die bekannte Basilius Kathedrale mit den bunten Kirchdächern. Einmal den Kreml zu umrunden dauert in etwa eine Stunde, dieser Spaziergang am Abend lohnt sich sehr, da man eindrucksvoll die prächtigen Bauten entlang des Regierungssitzes von Präsident Putin bestaunen kann. Moskau bietet viele historische Bauwerke, die man gar nicht so kennt. Vielen fällt der typische Plattenbau ein, wenn sie an die Hauptstadt Russlands denken, doch die grauen Hochhäuser befinden sich weit ab von dem Stadtkern. Nach einer gemütlichen Runde entlang des Kremls und der Moskwa, dem Fluss der an Moskau vorbei fließt, ließ unser Fotograf Christian Preinl den Tag ausklingen.

DC-Fotografie-0013Nicht nur beeindruckende Gebäude sieht man in und um Moskau sondern auch viele Museen, die Kunst aber auch sowjetische Technik zeigen. Eins davon wäre das Luftfahrt Museum Monino, dass mit dem Zug, der sogenannten „Elektritschka “ etwa 30 Minuten außerhalb Moskaus liegt. Eine Bahnfahrt kostet umgerechnet 1,80€. Witzig zu erwähnen ist, dass in jedem Zug das „Hasen-Verbotsschild“ angebracht ist. Als „Hasen“ werden in Moskau die Schwarzfahrer bezeichnet, die bei einer Fahrkartenkontrolle von einem zum anderen Wagon „hoppeln“. Während der Zugfahrt merkt man, dass der typische Plattenbau außerhalb des Stadtkerns zunimmt. In der sowjetischen Planwirtschaft war es üblich, möglichst viele Menschen in einem Hochhaus unterzubringen, sodass wenig Landfläche zerstört wird, was schlussendlich auch kostengünstiger ist. Wenn man außerhalb der Stadt unerwegs ist kann man dementsprechend auch sehen, dass die Plattenbauten von Wäldern umgeben sind. In der Stadt Monino angekommen läuft man ca. 30min zu dem beeindruckenden Luftfahrtmuseum, bei der man viele alte sowjetische Triumpfe aus der Luftfahrt bestaunen kann.

DC-Fotografie-0083Während der Zeit, als unser Fotograf in Moskau war, fand die größte Airshow Russlands, die MAKS, statt. Die MAKS findet alle zwei Jahre statt und ist vor allem bei den Russen ein wichtiges Jahreshighlight. Natürlich war es klar, dass die Airshow auch besucht werden muss. Auf dem Flugplatzgelände Zhukovskiy zeigen die russischen Luftstreitkräfte, was in ihren Maschinen und ihren ausgebildeten Piloten steckt. In beachtlichen und gefährlichen Flugmanövern wird die Belastung der Flugzeuge gezeigt, bei dem jedem Zuschauer die Luft weg bleibt.

 

DC-Fotografie-0170In jeder Großstadt ist es wichtig, Parks anzulegen, damit die Einwohner sich von dem Alltagsstress entspannen können. Der „Siegespark“ bietet eine perfekte Gelegenheit sich auszuruhen. Mit der bekannten russischen Metro erreicht man den Park innerhalb von 20 Minuten. Das U-Bahnsystem in der russischen Hauptstadt ist gigantisch groß und das beste und billigste Verkehrsmittel für Touristen und Einwohner. Man kommt mit der Metro so gut wie an jeden Platz, an den man gerne sein möchte. Mit der „Treuekarte“ kann man für umgerechnet 40 Cent so lange fahren und umsteigen wie man möchte, solange das Metrosystem nicht verlassen wird. Eine wirklich günstige Variante um voran zu kommen. Im Siegespark angekommen wird man von den zahlreichen wunderschön angelegten Blumengärten mit Springbrunnen und beachtlich prunkvollen Gebäuden beeindruckt. In Moskau ist es üblich, dass man sehr viel läuft und das Gefühl hat nicht wirklich weiter zu kommen, so ist es auch im Siegespark. Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus, hier wird wirklich alles getan, dass es den Einwohnern gut geht. Im Park selbst gibt es unterschiedliche Plätze, die unterschiedlich mit Pflanzen angelegt sind. Wenn man den Hauptweg einmal durchlaufen hat ist bereits eine Stunde vergangen.

DC-Fotografie-0152Am Ende befindet sich unerwartet ein Platz, bei dem die größten russischen Triumpfe in Forschung und Technik präsentiert werden. Von Hubschraubern und Passagierflugzeugen über Kampfjets bis hin zu Raketen und dem russischen Spaceshuttle ist alles vertreten. In der Nähe des Siegesparks befindet sich die Juri Gagarin Statue, die eine Rakete zeigt, die in den Himmel fliegt. Mit der Statue soll der Raumfahrer Gagarin geehrt werden, der als erster Mensch in den Weltraum flog. Am letzten Tag der Moskaureise hat unser Fotograf noch einmal den Kreml und die umliegenden Gebäude wie das GUM Einkaufszentrum oder die Christ-Erlöser Kathedrale fotografisch festgehalten, bevor es am nächsten Tag wieder über Stockholm und Stuttgart zurück nach Nürnberg ging. Jeder der einmal in Moskau war, ist sichtlich positiv überrascht in welchem Glanz die Stadt strahlt. Die typischen Plattenbauten außerhalb der Stadt gehen durch die ganzen Wälder förmlich verloren. Fazit der Reise ist trotz der politisch unkorrekten Lage, dass die Stadt sehr sehenswert und immer einen Besuch wert ist.